Retriever Ausgabe 85 Dezember 2015 - page 30-31

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Der ÖJGV (Österreichischer Jagdgebrauchs-
hunde-Verband) veranstaltete heuer schon
zum 35. Mal seine jährliche Schweißprüfung.
Bei dieser Prüfung treten Jagdhunde ver-
schiedener Rassen, die von ihrem Rasse-
klub genannt werden, zur Schweißarbeit
an.
Sie findet jedes Jahr imOktober, in einem
anderen Bundesland statt. In Kärnten wurde
diese Prüfung in den Jahren 1983, 1993, 2001
und 2010 vom Kärntner Jagdhundeprü-
fungsverein organisiert.
Die Schweißfährten werden vorwiegend
imWald gelegt und haben eine Länge von
1.200 bis 1.400 Schritten
. Es werden drei
stumpfwinkelige Haken und zwei Wundbet-
te angelegt und dazwischen sind noch eini-
ge Verweiserpunkte mit kleinen Stückchen
Wildbret auf der Fährte. Die Fährten werden
am Vortag mit dem Fährtenschuh getreten
und nach einer Mindeststehzeit von 20 Stun-
den gearbeitet. Verwendet wird dazu 0,1 l
Schalenwildschweiß.
Die Leistungsrichter und der Hundeführer mit
Hund gehen zum Anschuss (den Anfang der
Fährte). Es wird dem Hundeführer die Rich-
tung gezeigt und dann muss das Gespann den
Fährtenverlauf ausarbeiten. Dabei wird der
Hund an einer ca. 7 m langen Schweißleine mit
Schweißhalsung geführt.
Von den Richtern
werden „Fährtenarbeit“, „Fährtenwille“,
„Fährtensicherheit“ und die„Zusammenar-
beit von Hund und Führer“ bewertet.
Die
Fachwertziffer wird mit der Urteilsziffer multi-
pliziert. Zusammengerechnet ergeben sich
daraus dann die Punkte und der Preis.
Bei der SPFS 2015 waren 16 Hunde ge-
meldet, angetreten sind 14.
Es wurden 3 I
Preise, 2 II Preise und 6 III Preise vergeben.
Herr Ing. Franz Mlinar hat mit seinem La-
brador Rüden Kornay Hunting Henry den
ÖRC bei dieser anspruchsvollen Prüfung
vertreten und den 1. Preismit voller Punk-
tezahl erlangt.
Zu dieser hervorragenden Leistung möchten
wir ihm mit einem kräftigen Weidmannsheil
gratulieren.
Carmen Piessnegger
Reviergeber: Gemeindejagdgebiet und
Revier von Mayr-Melnhof
Am Freitag Begrüßungsabend, Begrüßung
der Ehrengäste, Richter, Hundeführer und
Begleitpersonen durch ÖJGV Präsident Mf.
Johannes Schisser im Gasthaus Allerberger.
Verlosung der Schweißfährten, Gruppenein-
teilung, anschließend Grüner Abend mit
Salzburger Jagdmusik und einem reichhalti-
gen Buffet.
Am Samstag war der Treffpunkt für alle am
Parkplatz des Gutshofes Mayr-Melnhof in
Glanegg. Die Vorstellung der teilnehmenden
Hunde und ihrer Führer wurde von der Lam-
prechtshausener Jagdhornbläsergruppe be-
gleitet.
Nach der Bekanntgabe der Gruppen war
die Abfahrt in die Reviere.
Für die Schweiß-
fährten, die mit Fährtenschuh getretenen
Rotwildschweiß , hatten die Hunde und ihre
Führer eine Stunde Zeit.
Alles in allem waren für mich als Begleit-
person die zwei Tage sehr aufregend.
Ei-
nerseits wurden wir sehr hoheitsvoll und ehr-
würdig behandelt, andererseits war immer
die Angst im Hinterkopf „Werden Franzi und
Henry diese anspruchsvolle Herausforde-
rung bei so einem starkem Teilnehmerfeld
auch meistern?“. Deshalb war meine Freude
auch sehr groß, dass sie nicht nur die Prüfung
meisterten sondern auch mit der vollen
Punktezahl 64/64 in den ersten Preis kamen.
Als krönenden Abschluss
haben Franz und
Henry mit ihrer Startnummer 12 auch noch
ein Hundeortungssystem des Technischen
Büros für Forstwirtschaft, Ing. Hubert Renner,
gewonnen.
Diese vom ÖJGV veranstaltete Verbands-
schweißprüfung wird mir noch sehr lange in
schöner Erinnerung bleiben.
Burgi Mlinar, LG Kärnten
Franz mit Henry, den Leistungsrichtern und Burgi
Franz Alfred Mlinar mit Labrador „Henry“ und Karl Anton Maier mit Labrador „Lennox“
Jagd
ÖJGV Verbandsschweißprüfung
mit Fährtenschuh
Einige Eindrücke von der Verbandsschweißprüfung des ÖJGV
am 16. und 17. Oktober in SalzburgWals Siezenheim
Bei der Preisverteilung nach der SPFS
Zwei Kärntner bei den jagdlichen
Prüfungen in Kohfidisch
Entspannter Umtrunk nach bestandener Prüfung
Jagd
Mit gemischten Gefühlen trafen die beiden
Prüfungsteilnehmer Franz Alfred Mlinar mit
Labrador „Henry“ und Karl Anton Maier mit
Labrador „Lennox“ am Abend des 17. April
2015 im Quartier in Kohfidisch ein.
Nach einer sehr kurzen Nacht starteten
beide Teams am 18. April bei der JBP/R.
Leider war für „Henry“ die JBP/R nach
dem Standtreiben schon vorbei. „Lennox“
hingegen stellte sein Können bei den ein-
zelnen Prüfungsfächern unter Beweis und
so konnte sich HF Karl Anton Maier bei der
Siegerehrung mit seinem Kornay Hun-
ting Lennox über die bestandene JBP/R mit
193 Punkten im 3b Preis freuen.
Neuer Tag bringt neues Glück.
Am Sonn-
tag lief es für „Henry“ bei der BLP/R perfekt.
Bei der Siegerehrung freuten sich HF Franz
Alfred Mlinar und sein Kornay Hunting Henry
über die bestandene BLP/R mit 239 Punkten
im 1b Preis.
Halvax Ferry
hat an beiden Tagen grandios
für das Wohl der Prüfungsteilnehmer und
der Richter gesorgt. Der Organisation durch
das Jagdreferat, unter der Leitung von
Georg
Ranftl
, ist es zu verdanken, dass es während
der einzelnen Prüfungen nie zu längeren
Wartezeiten kam. Weidmannsdank auch
dem Reviergeber,
DI Alexander Freiherr
von Kottwitz-Erdödy
, für das schöne Revier.
Ein herzliches Dankeschön an alle von den
zwei Kärntnern.
Peter Isopp, LG Kärnten
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