Retriever Ausgabe 85 Dezember 2015 - page 44-45

Dezember 2015 45
44 Dezember 2015
Beilage Retriever Ausgabe 85 / Dezember 2015
Gesundheitsergebnisse
Röntgenbegleitscheine neu:
Seit 1. 11. 2013 können Retrieverbesitzer die
Röntgenbegleitscheine für die zuchtrelevan-
ten Röntgenuntersuchungen selbst im
Download-Bereich der ÖRC-Website herun-
terladen.
Sie haben im PDF-Dokument die Möglich-
keit, das Formular am Computer auszufüllen.
Sie können das Formular – wenn Sie möch-
ten – auch mit der Hand ausfüllen. Bitte wäh-
len Sie in diesem Fall zumindest die Retrie-
ver-Rasse im dafür vorgesehenen Feld aus,
damit Name und Adresse des entsprechen-
den Zuchtwartes richtig angedruckt werden!
Bitte füllen Sie das Formular vollständig aus:
Name des Hundes, Rasse, Geschlecht, ÖHZB-
Nummer laut Ahnentafel und die vollständi-
ge Postadresse des Besitzers. Lückenhaft aus-
gefüllte Formulare werden nicht anerkannt!
Wenn beim Ausfüllen des Formulares Proble-
me auftreten, so melden Sie diese bitte dem
für Ihre Rasse zuständigen Zuchtwart, er wird
Sie gerne unterstützen.
Tierschutz
Bitte beachten Sie, dass Sie als Züchter für die
Einhaltung des Tierschutzgesetztes verant-
wortlich sind. Das gilt sowohl für die entspre-
chenden Bestimmungen über die Haltung
und Aufzucht, als auch für die Anforderun-
gen bezüglich Gesundheit der verpaarten El-
terntiere.
Import-Hunde & Einzeleintragungen
Bitte beachten Sie, dass die Ahnentafel des
zu importierenden Welpen bzw. Hundes im
Normalfall in jenem (FCI-) Land ausgestellt
wird, in dem der Welpe geboren wurde. Un-
ter bestimmten Umständen werden solche
Hunde nicht in das ÖHZB (auch nicht ins Re-
gister) eingetragen!
Hunde, die nicht in ein von der FCI anerkann-
tes Stammbuch eingetragen sind, werden
nicht ins ÖHZB (auch nicht ins Register) ein-
getragen! Bitte klären Sie das VOR dem Wel-
penkauf! Bei – auch nur geringsten – Unklar-
heiten über die Abstammung eines geplan-
ten Import-Hundes setzten Sie sich bitte
rechtzeitig mit dem für Ihre Rasse zuständi-
gen Zuchtwart in Verbindung!
Zuchtstättenmeldung
Hinweis: Alle Züchter sind verpflichtet, ihre
Zuchtstätte bei der zuständigen Behörde
(Amtsveterinär) zu melden. Im Unterlas-
Zuchtwart |
Christine Grabmayr
A-1190 Wien, Zuckerkandlgasse 69/12
Mobil |
+43 (0) 699 / 14191904
Fax |
+43 (0) 1 / 4404118
E-Mail |
Golden Retriever
Zuchtwart |
Melanie Hoffmann
A-4553 Schlierbach, Landstraße 18
Mobil |
+43 (0) 699 / 14191905
E-Mail |
Labrador Retriever
Z U C H T W A R T E
Zuchtwart |
Claudia Berchtold
A-3001 Mauerbach, Tulbingerkogel 30
Mobil |
+43 (0) 699 / 14191907
E-Mail |
Chesapeake Bay Retriever, Curly Coated Retriever,
Flat Coated Retriever, Nova Scotia Duck Tolling Retriever
Die ÖRC-Zuchtwarte bieten ab sofort die Möglichkeit, am Ende der
Ausstellungs-/Prüfungssaison einmal pro Hund und Jahr eine aktualisierte
Zuchtzulassung auszustellen. Bitte schicken Sie eine Kopie der bisherigen Zuchtzulassung
sowie alle Nachweise über dort noch nicht vermerkte Untersuchungen (Gentests),
Prüfungen und Ausstellungsergebnisse an Ihren Zuchtwart. Die dann ausgerfertigte
neue Zuchtzulassung ist kostenlos. Die Erstausstellung einer Zuchtzulassung kostet
weiterhin 50 Euro.
sungsfall können Geldstrafen eingehoben
werden.
Gesundheitsergebnisse
Auf den folgenden Seiten finden Sie eine
Aufstellung aller noch nicht veröffentlichten
Gesundheitsergebnisse, die uns bei Redakti-
onsschluss vorlagen. Wir haben uns um eine
möglichst vollständige Aufstellung bemüht.
Selbstverständlich können wir weder Voll-
ständigkeit noch Fehlerlosigkeit garantieren.
Bitte melden Sie Fehler oder fehlende Daten
durch Übermittlung des entsprechenden Be-
fundes ausschließlich per E-mail an den für
die jeweiligen Rasse zuständigen Zuchtwart.
Wir werden diese Korrekturen in der nächs-
ten Ausgabe des„Retriever“ veröffentlichen.
Bei Interesse an Nachzuchtergebnissen ein-
zelner Hunde bitten wir Sie, den für die
jeweilige Rasse zuständigen Zuchtwart zu
kontaktieren, dem alle gemeldeten Nach-
zuchtergebnisse vorliegen.
Retriever im Recht
Hund im Hotel
Wenn Sie beabsichtigen, mit Ihrem Hund in
einem Beherbergungsbetrieb (Hotel etc.) ein
paar unbeschwerte Tage zu verbringen, dann
sollten Sie schon im Vorfeld einige wichtige
Dinge beachten. Sonst kann es leicht passie-
ren, dass Sie unliebsame Überraschungen er-
leben.
Jeder Beherbergungsbetrieb schließt mit Ih-
nen, wenn er Sie bei sich aufnimmt, einen so-
genannten „Beherbergungsvertrag“ (auch:
Hotelaufnahmevertrag;
Gastaufnahmever-
trag) ab. Der „Beherbungsvertrag“ ist nach
der österreichischen Judikatur ein sogenann-
ter „gemischter Vertrag“, welcher Elemente
unterschiedlicher Vertragstypen vereint.
Die meisten Beherbungsbetriebe haben
AllgemeineGeschäftsbedingungen (AGB's)
,
entweder individuelle oder standartisierte, in
welchen sie, kurz gesagt, die Aufnahmebe-
dingungen in ihrem Haus festlegen. Diese
werden ausnahmslos den Beherbungsverträ-
gen mit den Gästen zugrunde gelegt und in
der Regel nicht individualvertraglich verhan-
delt. Diese AGB's sind heute fast ausnahms-
los auf der Internetseite des Beherbungsbe-
triebes zu finden. Es lohnt sich, diese durch-
zulesen, bevor man ein Zimmer bucht.
Üblicherweise befindet sich schon in den
AGB's und auf der Interneseite ein Hinweis
darauf, ob in dem Beherbergungsbetrieb
Hunde aufgenommen werden und wenn ja,
zu welchen Bedingungen.
Der Beherberger ist bei der Festlegung der
Konditionen für die Beherbung seiner
Gäste ziemlich frei.
Er kann jedenfalls frei
bestimmen, ob er grundsätzlich Gäste mit
Hunden aufnimmt, sowie die Bedingungen
für die Aufnahme von Hunden festlegen.
Für die Aufnahme von Hunden werden übli-
cherweise (nicht unerhebliche) Zusatzkosten
verrechnet und Nutzungseinschränkungen
bestimmt.
Im Bezug auf Hunde sind folgende Be-
stimmungen in solchen AGB's üblich:
– Aufgeld für den Hund am Zimmer ohne
Futter
– Kosten für die Endreinigung des Zimmers
(diese Kosten variieren je nach Kategorie
des Beherbergungsbetriebes)
– Beschränkter Zugang zu bestimmten Berei-
chen des Beherbergungsbetriebes
– Kein Zugang zum Frühstücks- und Speise-
raum
– Kein Zugang zur Liegewiese, zum Bade-
undWellnessbereich, etc.
Der Beherbergungsvertrag
kommt in der
Regel dadurch zustande, dass der Beherber-
ger Ihre Zimmerbuchung annimmt und be-
stätigt. Wenn der Beherberger auf seiner In-
ternetseite auf seine AGB's hinweist, wird
auch deren Geltung mit dem Abschluss des
Beherbergungsvetrages vereinbart.
Wichtig:
Es ist es unbedingt erforderlich be-
reits mit Ihrer Zimmeranfrage, also noch be-
vor Sie fix buchen, anzufragen ob, und wenn
ja, zu welchen Konditionen die Mitnahme Ih-
res Vierbeiners erlaubt ist. Diesen sollten Sie
dabei nach Rasse, Größe etc. beschreiben, da
die Größe oft ein Aufnahmekriterium ist.
Wurde Ihnen die Möglichkeit der Mitnahme
Ihres Hundes zugesagt, lassen Sie sich dies
und die mit der Aufnahme verbundenen zu-
sätzlichen Kosten schriftlich bestätigen.
Für Schäden
, welche Ihr Vierbeiner anläss-
lich Ihres Aufenthaltes im Beherbergungsbe-
trieb verursacht, haften Sie. In der in der
Haushaltsversicherung inkludierten Haft-
pflichtversicherung können Sie diese aber
mitversichern. Wenn Ihr Hund also, während
Sie gemütlich beim Abendessen sitzen, auf
Ihrem Zimmer die Reißfestigkeit der Vorhän-
ge prüft, muss Ihnen deshalb nicht unbe-
dingt der Appetit vergehen. Klären Sie aber
vor Reiseantritt rechtzeitig den Versiche-
rungsschutz mit Ihrer Versicherung ab und
erweitern Sie diesen erforderlichenfalls.
Nicht immer müssen „Einschränkungen“ in
einem Beherbergungsbetrieb aufgrund eines
vierbeinigen Begleiters von Nachteil sein. Wir
hatten dazu ein Erlebnis in Südtirol, wo wir
ein sonniges Herbstwochenende in einem
sehr schönen Winzerhof verbrachten. Wäh-
rend die übrigen Gäste in den urigen Stuben
speisten, hatte man für uns (aufgrund unserer
vierbeinigen Begleiterin„Mona“) im Freien, in
einem wunderschönen Innenhof unter einer
alten Linde einen Tisch gedeckt. Unser Tisch
war dort der einzige. Es war dies der mit Ab-
stand schönste Platz! Dort genossen wir un-
ser Frühstück und dort wurde uns abends bei
Kerzenschein serviert. Alle übrigen Gäste ha-
ben uns um unseren Tisch beneidet …
Zusammenfassung:
Ohne die verbindliche schriftliche Erklärung
des Beherbergers, Sie gemeinsam mit Ihrem
Vierbeiner aufzunehmen, und ohne schriftli-
che Abklärung der damit verbundenen zu-
sätzlichen Kosten sowie der Einschränkung
der Nutzungen, sollten Sie keinesfalls bu-
chen. Die betreffende schriftliche Zusage des
Beherbergers samt Kostenbekanntgabe soll-
ten Sie sich auf Ihre Reise unbedingt mitneh-
men. Sicher ist sicher! Mit Hund aufs gerate
Wohl auf Reisen zu gehen, kann in manchen
Gegenden zu einer„Herbergsuche“ ausarten.
Heute sind schon sehr viele Beherbungsbe-
triebe jeder Kategorie „hundefreundlich“. Zu-
meist erfolgt dort eine Beherbergung prob-
lemlos. Mehrkosten und gewisse Einschrän-
kungen, welche verständlich sind, müssen
aber hingenommen werden. Wenn der Be-
herberger erkennt, dass Sie ein verantwor-
tungsbewusster Hundehalter sind und Ihr
Vierbeiner die anderen Gäste nicht stört, wird
er sicherlich für Sie auch die eine oder andere
Ausnahme bewilligen.
Rechtsanwalt
Dr. Wolfgang Zarl
Z
I
R
I
S
ZARL
RECHTSANWALT
SALZBURG
DR. WOLFGANG ZARL
Imbergstraße 22 - 5020 Salzburg
+43 (0)662 64 29 17
CMR-, TRANSPORT- UND VERSICHERUNGSRECHT
LADEMITTELRECHT
VERTRETUNGEN UND INKASSO EUROPAWEIT
MEDIENRECHT
ALLGEMEINE RECHTSBERATUNG
RECHTE FÜR 4 PFOTEN
SIE HABEN EINE FRAGE ZU EINEM
JURISTISCHEN THEMA, DANN
1...,24-25,26-27,28-29,30-31,32-33,34-35,36-37,38-39,40-41,42-43 46-47,48-49,50-51,52-53,54-55,56-57,58-59,60-61,62-63,64-65,...92
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